ÜBER MICH und das BUCHPROJEKT "WENIGER"

Antje Döhring, Bild: Kay-Uwe Müller 2016
Antje Döhring, Bild: Kay-Uwe Müller 2016

 

Aufgewachsen in Dresden, habe ich Anfang der 90-er in Leipzig Journalistik und PR studiert und nach dem Diplom als Pressesprecherin der Landesbühnen Sachsen gearbeitet. Als Kind bekam ich anfangs vorgelesen; sobald ich das selbst konnte, kam auch das Schreiben - während der Berufseinsteigerjahre eher faktenorientiert.

 

Mit meinem Mann, der als Projektleiter arbeitet, lebte ich später jeweils für einige Jahre in Saudi-Arabien, Indien, Libyen und in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Zwei Töchter sind "unterwegs" hinzugekommen und erhalten so bereits in jungen Jahren ein Stück Horizonterweiterung.

In diesen Ländern habe ich auf unterschiedlichsten Gebieten gearbeitet: von der freien Korrespondentin und Bibliothekarin in Saudi-Arabien über den Job in einer Importfirma für Käse und Wein in Indien sowie für das österreichische AußenhandelsCenter in Libyen und als Deutschlehrerin in den VAE.

 

Fiktionales Schreiben spielte demnach lange Zeit bei diesen vielen Alltagsanforderungen in den Gastländern und durch die wachsende Familie kaum eine Rolle. Doch 2011, nachdem wir kurzfristig aus dem von den Unruhen des "Arabischen Frühlings" geschüttelten Libyen nach Deutschland zurückkehren mussten, begann die Idee für eine - ursprüngliche kurze - Geschichte in mir zu rumoren, die ich schon eine Weile im Kopf hatte. Sie nahm immer mehr Gestalt an und bekam immer mehr Fleisch auf die Knochen des Ideengerüsts: Ich begann meinen ersten Roman zu schreiben.

 

Das magersüchtige Mädchen Jasmin in "Weniger" war eigentlich im ersten Manuskript nur eine Nebenfigur. Doch verschaffte Jasmin sich zunehmend Raum. Ich begann, mich mit Magersucht als einem Phänomen der modernen westlichen Welt näher zu beschäftigen - zumal Medienberichte zeigen, dass dieses Thema leider längst keine 'absonderliche Randerscheinung' mehr ist. Statistiken zufolge zeigt inzwischen bereits jedes fünfte (manche sagen: jedes dritte) Mädchen zumindest ein Symptom einer Essstörung.

 

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Ich wünsche mir, dass künftig sowohl Betroffene als auch ihre Angehörigen und Freunde weniger verschämt mit dem Problem Essstörungen umgehen können. Bei meinen Recherchen wurde nämlich klar: Es kann vielen passieren, dass sie in diese oder eine andere ungute Spirale geraten - vor allem Jugendliche während der Pubertät. Mehr Aufmerksamkeit und weniger Stigmatisierung im Umfeld könnten manchem vielleicht helfen, schneller wieder herauszufinden.

 

Deshalb richtet sich "Weniger" nicht nur an junge Leser, sondern auch deren Freunde, Eltern, Lehrer, die sich möglicherweise um jemanden Sorgen machen. Das Buch will einen Blick in diesen oft sehr abgeschlossenen Kosmos zeigen, aber auch Mut machen, dass selbst so eine ernste Diagnose ein Entwicklungsanstoß sein kann.

 

Wer sich darüber hinaus für mein Leben als Expat in der arabischen Welt oder für die Vereinigten Arabischen Emirate interessiert, darf sich gern auf meinem Blog umsehen - Klick auf den Button:

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